Achtung, öffnet in einem neuen Fenster.Drucken

Aktualisiert (Sonntag, den 05. April 2009 um 16:26 Uhr)


Abwehrreaktionen
Raubwanzen haben 3 Abwehrreaktionen, welche sie "oft" einsetzen und ich folgend beschreiben möchte.

1. Abspreizen der Hinterbeine
Geschieht sehr oft wenn die Raubwanze beim Fressen gestört wird z.B. wenn eine andere Raubwanze oder Futtertier sich von hinten nähert. Die Raubwanze spreizt ihre Hinterbeine weit auseinander, so dass ein vorbeikommen erschwert wird.
2. Gift verspritzen
Die Raubwanze kann ihr Gift bis zu 30cm weit spritzen und somit sollte man nur mit äußerster Vorsicht mit den Tieren hantieren. Das Gift kann zu einer Hornhautschädigung führen sollte es in die Augen gelangen.
3. Gift durch Stich
Der Stich wird meistens nur bei Futtertieren eingesetzt und führt innerhalb weniger Sekunden zur Lähmung des Beutetieres. Gegen Artgenossen wird der Stich nur im "Futterneid/Fresswahn" eingesetzt, ausgewachsene Tiere werden dadurch aber nicht verletzt.

Jedoch ergreifen Raubwanzen eher die Flucht und greifen nur in sehr starker Bedrängnis an.


Lebenserwartung
Nach ca. 6 - 9 Monaten sind die Raubwanzen ausgewachsen und haben sich das letzte mal gehäutet, nach dieser Häutung leben sie noch ca. 1 - 1,5 Jahre.


Geschlecht
Die Geschlechter sind schwer zu unterscheiden, jedoch hat das Weibchen ein breiteres Abdomen.

Männchen
Männchen

Weibchen
Weibchen



Paarung
Kommt noch...


Eiablage und Entwicklung
Nach ca. 6 - 9 Monaten sind die Raubwanzen geschlechtsreif und die Weibchen legen bis zu 2 Eier pro Tag. Die Weibchen drücken dazu ihr Abdomen leicht in den feuchten Bodengrund, nur ab und zu versuchen sie das Ei mit ein wenig Bodengrund zu bedecken, die Eier liegen meist gut sichtbar an der Oberfläche. Die Eier sind ca. 3mm lang und haben einen Durchmesser von ca. 2mm.

P. biguttata Ei
P. biguttatus Ei

P. biguttata kurz nachdem Schlupf
P. biguttatus wenige Minuten
nachdem Schlupf

P. biguttata einige Stunden nachdem Schlupf
P. biguttatus einige Stunden
nachdem Schlupf

Nach ca. 3 - 4 Wochen schlüpfen die kleinen Nymphen, diese haben einen rot/schwarzen Körper.
Nach ca. 2 Wochen erfolgt die erste Häutung und der Körper der Nymphe ist nun komplett schwarz.

Zur Fütterung der kleinen Nymphen eignen sich kleine Heimchen, Schaben oder auch Asseln, des weiteren gehen sie aber auch an Reste von schon getöteten grösseren Futtertieren.


Kurioses/Beobachtungen/Wissenswertes
- Raubwanzen finden auch getötete Tiere die am Boden liegen
- Raubwanzen lassen Artgenossen an ihrer Beute mit saugen
- Raubwanzen greifen oft ein größeres Beutetier an, als ihr aktuelles
- Raubwanzen kommen an die Scheibe gelaufen, sollte sich davor etwas bewegen
- Raubwanzen saugen auch an abgefallen Beinen von Heimchen, Schaben usw.
- Raubwanzen benutzen entweder den Trinknapf oder stecken ihren Rostrum (Rüssel) in die feuchte Erde zur Wasseraufnahme